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Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Elzwiesen“


Die einzigartige, weiträumige Wiesenlandschaft des Naturschutzgebietes erstreckt sich über eine Länge und bis zu einem Kilometer Breite beidseits entlang des Flüsschens „Alte Elz“. Im Osten und Westen bildet das anschließende Landschaftsschutzgebiet einen über 300 ha großen Schutzpuffer. Innerhalb der vorwiegend ackerbaulich genutzten trockenen Niederbautrasse stellte die breite Elzniederung schon immer einen Sonderfall dar. Zunächst lieferte die Elz selbst Fische und man nutzte ihre Wasserkraft. Dadurch wurden zahlreiche Getreide- und Ölmühlen, Hanfpleuel und Sägewerke angetrieben, darunter auch eine Getreidemühle in Niederhausen.

Von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung war die feuchte Aue. Nur hier auf den Feuchtwiesen konnte Heu gewonnen werden, und zwar über den Eigenbedarf hinaus. Um die Erträge der Wiesen zu steigern wurden im 19. Jahrhundert – oft in Fronarbeit – großflächige Bewässerungssysteme angelegt. Mittels eines ausgeklügelten Systems aus Wassergräben, Wehren und Stellfallen wurden die Wiesen regelmäßig bewässert. Während in großen Teilen der Niedertrasse durch Einsatz von Stall- und Kunstdünger sowie dem Umbruch zu Ackerland die einst große Bedeutung zwischenzeitlich verloren ging, kann man noch heute im Naturschutzgebiet „Elzwiesen“ ein großflächiges Bewässerungssystem in voller Funktion erleben.

Mittlerweile steht die Wässerung für die Grundwasseranreicherung und vor allem für den Naturschutz im Vordergrund. Besonders während der Frühjahrswässerungen von Mitte März bis Anfang April finden sich zahlreiche Zug- und Watvögel an den Wasserflächen ein. Neben vielen regelmäßigen Durchzüglern wie Kampfläufer, Waldwasserläufer, Uferschnepfe, Kiebitze, findet auch der Charaktervogel der Elzwiesen, der große Brachvogel, hier das größte zusammenhängende Brutgebiet Südwestdeutschlands. Aber auch Störche, Graureiher, verschiedenste Enten- und Möwenarten suchen die Wasserflächen als bevorzugte Nahrungs- und Rastplätze auf. Insgesamt wurden in den Elzwiesen schon 175 Vogelarten beobachtet, davon ungefähr die Hälfe als Brutvögel.

 

Besucherhinweis

Das Gebiet ist vor allem für Ornithologen überaus interessant. Die Elzwiesen bieten außerdem ein naturhaftes Wiesenlandschaftsbild, wie es in der Rheinebene nur noch selten anzutreffen ist.
Als wichtigste Verhaltensregel für Besucher gilt, das Gebiet außerhalb der Wege und Straßen nicht zu betreten.